Aquarell Frau mit Hirtenstab zwischen Grashügeln

Hilfsangebote im Überblick

Porträt Frau mit hellblauem Kostüm

Christina Flauder ist Behindertenbeauftragte des Bezirks Oberfranken in Bayreuth, Kreisrätin und stellvertretende Landrätin in Kulmbach, Vorsitzende des Hospizvereins. Als Mitglied der bayerischen Landessynode leitet sie den Synodalen Unterausschuss für Ethik in Medizin und Biotechnik. 

Die Themen Seelsorge, Sterbebegleitung, Diakonie, Verkündigung liegen ihr besonders am Herzen: "Viele Menschen brauchen einen Ort, der ihnen Heimat bietet, Halt gibt in schwierigen Lebenssituationen, an dem Gottes Liebe spürbar wird. Dieser Ort ist unsere Kirche, mit ihren Gottesdiensten, mit der Gemeinschaft in unsere Gemeinden. Diese "Zuhause sein und Geborgen sein"  muss für die Menschen sichtbar und spürbar werden."

Demenz – diese Krankheit ist für viele von uns wie ein Schreckgespenst. Der Gedanke, selbst irgendwann davon betroffen zu sein, macht Angst. Die Aufklärung zum Thema Demenz und auch die Offenheit ,dass man mit jemanden über seine Sorgen sprechen kann, offene Fragen beantwortet bekommt… das ist für mich das wirksame Mittel,  um mit diesen Ängsten umzugehen.

Mittlerweile gibt es in allen unseren Städten und Gemeinden große Netzwerke, die betroffene Menschen und deren Angehörige beraten, auffangen sie damit nicht allein lassen. Zahlreiche Partner arbeiten hier engagiert und koordiniert zusammen: Die Kirchen mit ihren seelsorglichen Angeboten, die dadurch in die Gesellschaft hineinwirken, das Diakonische Werk mit seinen vielfältigen Einrichtungen, die Gesundheitsämter, die Gesundheitsregionen Plus sowie verschiedene Fachstellen und Beratungsdienste wie z. B. das Bayrische Landesamt für Pflege. Erklärtes Ziel all dieser Einrichtungen ist es, Transparenz über die bestehenden Strukturen zu schaffen.

Der demografische Wandel stellt uns vor große Herausforderungen, denen wir aktiv begegnen möchten. Es geht um eine gute, bestmögliche Versorgung und darum, die Lebensqualität älter werdender Menschen weiterhin sicherzustellen und zu verbessern. Wir wollen eine Zukunft mitgestalten, in der alle Menschen im Blick sind und in der es Menschen gibt, die begleiten, die zuhören, beraten und auch schwierige Wege mitgehen.

 

Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern

Die Fachstelle für Demenz und Pflege Bayern ist Informations- und Koordinierungsstelle für Fragen rund um die Themen Demenz, Beratung in der Pflege und Angebote zur Unterstützung im Alltag.

Hilfsangebote der Diakonie

Die Diakonie informiert, berät, betreut, versorgt, pflegt und begleitet Menschen mit Demenz und deren An- und Zugehörige. Sie bietet stationäre Einrichtungen, Betreuungsgruppen, Tagespflege und Unterstützung zu Hause bis zum Hospizdienst.

App DemenzGuide

Die App „DemenzGuide“ bietet einen Überblick über das Thema Demenz und Tipps für den Umgang mit Menschen in der Demenz, hilfreiche Ideen für daheim oder für die Pflegeeinrichtung.

Auszeit in den Bergen

Die Bildungs- und Erholungsstätte Langau e.V.in Steingaden bietet Erholungswochen für Menschen mit Demenz und deren Angehörige an. Sozialpädagogin Katharina Rüther erklärt das Konzept.

Vorsorgekur für pflegende Angehörige

Die Doppelbelastung von Alltag und Pflege führt pflegende Angehörige häufig an ihre körperlichen und psychischen Belastungsgrenzen. Die Augustinum Vorsorgeklinik Berchtesgadener Land bietet ihnen daher mehrmals im Jahr dreiwöchige Kuren an.

... in Leichter Sprache

Demenz – verständlich erklärt Im Interview unten auf dieser Seite berichtet Christina Kuhn über die vielfältigen Projekte des Demenz-Support-Stuttgart. Unter den aufklappbaren Überschriften finden Sie

https://www.alzheimer-bayern.de/images/downloads/wir_fuer_sie/angehoerige/Download_BAlzG_Hilfe-beim-Helfen_Auflage2a.pdfUnter dem Titel Hilfe beim Helfen bietet der Bayrische Landesverband der deutschen Alzheimer Gesellschaft Schulungen für pflegende Angehörige und alle am Thema Demenz Interessierte an. Der Kurs vermittelt in 7 oder 8 zweistündigen Modulen Informationen über die Erkankung und rechtliche Fragen, verständliche Kommunikation im Umgang mit den erkrankten Angehörigen, Entlastungsmöglichkeiten für die eigene Person sowie den Austausch mit anderen Pflegenden. Die Schulungen ermöglicht einen profunden Zugang zu Wissen über die Erkrankung und deren Verlauf, damit Angehörige und Sorgende gut auf die Pflegesituation vorbereitet sind. Das Wissen über Demenzerkrankungen gibt Kraft und Entlastung und ist eine notwendige Voraussetzung für das Verständnis der inneren Welt eines Menschen mit Demenz. Ohne ausreichende Kompetenz sind Angehörige und Sorgende oftmals überfordert und kommen an ihre körperlichen und seelischen Grenzen. Deshalb ist es wichtig, den Zugang zu dieser Schulungsreihe niedrigschwellig anzulegen, damit Unterstützung und Entlastung dort ankommt, wo sie benötigt wird. Ziel des Landesverbandes ist es, dieses kostenlose Schulungsseminar an möglichst vielen Orten in Bayern in Zusammenarbeit mit den regionalen Alzheimer Gesellschaften und weiteren Netzwerkpartnern anbieten zu können. Gefördert wird das Projekt von der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassenverbände in Bayern (ARGE).

Sie können den InfoFlyer Hilfe beim Helfen HIER herunterladen.  
Die Kursreihe wird auch immer wieder Online angeboten - Informationen und Anmeldung zur kostenlosen Online-Kursreihe HIER.